Erklärung des Wortes „Jägerklause“

Das Wort „Klause“ bezeichnet grundsätzlich einen abgeschiedenen Ort. Das kann zum einen eine einsame geistliche Stätte in Form einer kleinen Kapelle sein, oder zum Beispiel auch eine alte abgelegene Gaststätte. „Jägerklause“ ist ein häufig verwendeter Name traditionsreicher Restaurants oder ländlicher Pensionen, welcher darauf hinweist, dass es vermutlich Jäger waren, die genau diese Gaststätte einst bevorzugt aufsuchten.

Speziell im Kontext der Jagd ist das Wort „Jägerklause“ eine Bezeichnung für einen Treffpunkt der Jäger. Darunter zu verstehen ist ein meist uriges Gebäude, in dem sich Jäger häufig nach der Jagd treffen, um Erlebnisse auszutauschen oder Neuigkeiten zu teilen. Oft wird der Begriff „Jägerklause“ mit dem der „Jagdhütte“, „Jagdstube“, oder dem des „Jagdzimmers“ gleichgesetzt. Wie auch immer diese Räumlichkeit genannt wird, erfüllt sie den Zweck, aus der Jagd etwas Geselliges zu machen. Es finden dort zum Beispiel Stammtische statt, bei denen altbekannte Jagdfreunde aber auch Jagdgäste gemeinsam speisen, trinken und den Austausch genießen. Ein weiterer Aspekt der Jägerklause ist, sie als Nachtquartier und Unterkunft zu nutzen, was besonders denjenigen Jägern und Gästen dient, die nicht ortsansässig sind.

Die Einrichtung einer Jägerklause

Abgesehen von den verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten verbinden diverse Elemente der Einrichtung diese Jagdhütten beziehungsweise Jagdstuben. Elementar ist ein Tisch aus massiven Balken oder Bohlen und eine Sitzgruppe bestehend aus hölzernen, meist mit gedrechselten Elementen verzierten Stühlen. Darüber hinaus sorgt meist ein vertraut knarrender Dielenboden für den speziellen Charakter einer Jagdstube. An den Wänden befinden sich oft allerlei Trophäen hinter denen ganz individuelle Geschichten stehen und die den Raum nun schmücken. Des Weiteren befindet sich in einer Jägerklause meist ein Holzofen, der für Wärme sorgt und dessen Wärme auch zum Kochen auf der entsprechenden Ofenplatte genutzt werden kann. Daneben kann ein Weidenkorb für Anzündholz und Holzscheite bereitstehen.

Zuletzt sei noch der individuelle Geruch genannt. Da gibt es die uralten Jägerklausen, die nach muffigen Mänteln oder Kerzenwachs riechen. Dieser Geruch wirkt auf Hüttengäste keinenfalls unangenehm, sondern erzählt spannende Geschichten. In anderen duftet es nach getrocknetem Obst oder Heu. Wiederum andere weisen ein buchenholz-rauchiges Aroma oder einen leichten Tabakgeruch auf.

Sie wollen eine eigene Jägerklause?

Sie haben bereits eine alte Hütte, Gartenlaube oder einen Schuppen, die oder der aktuell keine Verwendung hat? Dann überlegen Sie es sich doch eine Jägerklause einzurichten. Diese kann als Gästeunterkunft für Familienangehörige oder auch als Jagdhütte genutzt werden. Sogar für  Büroarbeiten kann sie aufgrund der lagebedingten Ruhe sehr attraktiv sein. Lassen Sie sich von den Einrichtungsvorschlägen dieser Website inspirieren!

Wenn Sie eine Jägerklause in Form einer Hütte komplett neu bauen möchten, sind die Blogartikel Installation einer Hütte und Holzarten zum Bauen einer Hütte zu empfehlen.

Weitere Literatur zum Thema „Bauen einer Hütte“ finden Sie hier.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s